Nicht ganz ungetrübt war zu Anfang die Beziehung Friedrich Schillers zum bereits ungleich populäreren Goethe. Der junge Schiller, vom Schicksal gebeutelt, neidete dem Älteren die Leichtigkeit, mit der das anerkannte Genie Goethe sein Leben von Erfolg krönte. Jedoch, als der Bann einmal gebrochen war, empfand Schiller die Freundschaft als derart befruchtend, dass er beschloss, sich dauerhaft im kleinen Weimar niederzulassen. Zu Anfang war man sich auch räumlich nah, als Schiller von 1787-1789 noch zur Miete in der Frauentorstraße 21 logierte.

 

Das Haus an der Esplanade (heute Schillerstraße) kaufte er erst 1802, inzwischen wohnte die Familie in der Windischengasse (heute Windischenstraße). In Weimar erlebte Schiller eine besonders produktive Zeit, hier waren die Lebenshaltungskosten hoch und der Unterhalt für die Familie wollte erst einmal verdient sein. Werke wie „Wilhelm Tell" und „Maria Stuart" entstanden während seiner Weimarer Jahre.