Zum ersten Mal setzte der junge Friedrich Schiller am 7. Dezember 1782 in Meiningen seinen Fuß auf thüringischen Boden, nicht ahnend, dass das heutige Thüringen, ihm wenig später zur Heimat auf Lebenszeit werden sollte. Auf dem Gut der Henriette von Wolzogen in Bauerbach begann er seine Karriere als freier Schriftsteller mit Enthusiasmus, Illusionen und Schulden beim Wirt.

  • Überarbeitung des Die Verschwörung des Fiesko zu Genua
  • Endfassung von Kabale und Liebe
  • erste Niederschrift Don Carlos (damals Dom Carlos)


Von Bauerbach ist Friedrich Schiller immer wieder zu Fuß nach Meiningen gegangen, um sich Papier oder Schnupftabak zu besorgen und vor allem Bücher aus der Herzoglichen Bibliothek, denen er historische Stoffe für seine Stücke entnahm.


Hundert Jahre später vervielfachten die „Meininger“ mit ihren Musterinszenierungen den Ruhm des Dramatikers auf ihren Gastspielreisen durch Europa. Friedrich Schillers Dramen schienen geradezu prädestiniert für die historisierenden Aufführungen der berühmtesten Schauspieltruppe des 19. Jahrhunderts.